Petra, oft als „Rosenstadt“ bezeichnet, ist eine der berühmtesten archäologischen Stätten Jordaniens. Berühmt für ihre in Felsen gehauene Architektur und historische Bedeutung, zieht sie jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Wer Petra jedoch ohne große Touristenmassen erleben möchte, sollte seine Reise sorgfältig planen und versteckte Wege kennen.
Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend für einen entspannten Besuch in Petra. Da die Stätte ein beliebtes Reiseziel ist, kann eine kluge Planung das Erlebnis erheblich verbessern.
Frühe Morgenstunden und späte Nachmittage sind die besten Zeiten, um Petra mit wenigen Touristen zu genießen. Die meisten Besucher treffen zwischen 9:00 und 15:00 Uhr ein, da viele geführte Touren in diesem Zeitraum stattfinden.
Die Nebensaisons – Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) – bieten angenehmes Wetter und weniger Menschenmengen im Vergleich zu den Hochsommermonaten.
Ein besonders magisches Erlebnis ist die Veranstaltung „Petra bei Nacht“. Dieses besondere Ereignis findet an ausgewählten Abenden statt und beleuchtet den Siq und das Schatzhaus mit Hunderten von Kerzen, was eine faszinierende Atmosphäre schafft.
Da „Petra bei Nacht“ weniger frequentiert ist als Besuche am Tag, bietet es eine ruhigere und intimere Begegnung mit der alten Stadt. Es ist jedoch ratsam, den Veranstaltungskalender im Voraus zu prüfen.
Tickets sollten frühzeitig gebucht werden, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Eine rechtzeitige Reservierung garantiert eine stressfreie Erfahrung.
Die meisten Touristen betreten Petra durch den Siq, die berühmte enge Schlucht, die zum Schatzhaus führt. Obwohl beeindruckend, ist dieser Weg oft überfüllt. Glücklicherweise gibt es alternative Routen für ein entspannteres Erlebnis.
Der Al-Madras-Weg ist eine großartige Alternative für Besucher, die eine ruhigere Route bevorzugen. Dieser weniger bekannte Pfad bietet atemberaubende Panoramablicke und vermeidet den dichten Touristenstrom im Siq.
Ein weiterer Geheimtipp ist die „Hintereingangsroute“ über Klein-Petra. Dieser Weg umgeht den Haupteingang und führt durch faszinierende Felsformationen und weniger bekannte archäologische Stätten, bevor er das Kloster erreicht.
Obwohl das Schatzhaus die bekannteste Sehenswürdigkeit in Petra ist, hat die alte Stadt weit mehr zu bieten. Das Kloster (Ad Deir) ist ein Muss, mit seiner monumentalen Fassade und atemberaubenden Bergblicken.
Ein weiterer versteckter Schatz ist der Hohe Opferplatz. Diese erhöhte Stätte bietet einen Panoramablick über Petra und ist deutlich weniger überlaufen als die Hauptwege.
Die Königlichen Gräber, die in die Felsen gehauen wurden, zeigen die Pracht der nabatäischen Architektur. Da dieser Bereich weniger besucht wird, bietet er eine intensivere historische Erfahrung.
Um das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen, sollten Sie Ihre Tour so früh wie möglich beginnen. Wenn Sie um 6:00 Uhr am Eingang ankommen, können Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erkunden, bevor der Besucheransturm beginnt.
Ein lizenzierter lokaler Reiseführer kann Ihr Erlebnis bereichern, indem er Ihnen tiefere Einblicke in die Geschichte Petras gibt und Sie über weniger frequentierte Pfade führt.
Da das Gelände in Petra anspruchsvoll ist, sind bequeme Wanderschuhe und ausreichend Wasser essenziell für eine angenehme Erkundung.
Petra ist ein UNESCO-Weltkulturerbe, und der Erhalt seiner natürlichen und historischen Struktur ist von größter Bedeutung. Besucher werden gebeten, die Stätte zu respektieren, keine empfindlichen Strukturen zu erklimmen und keinen Müll zu hinterlassen.
Durch den Kauf von authentischem Kunsthandwerk direkt bei lokalen Beduinenhandwerkern können Sie zur nachhaltigen Tourismuswirtschaft der Region beitragen.
Schließlich ist auch das Wohl der Tiere wichtig. Viele Einheimische bieten Esel- und Kamelritte an, aber es ist ratsam, sich vorab über die ethische Behandlung der Tiere zu informieren, um verantwortungsvollen Tourismus zu unterstützen.